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Am 30.04.2013 gründete sich "DenkMal Benediktbeuern! Bürgerinitiative zum Erhalt des historischen Klosterensembles Benediktbeuern" und täglich kommen neue Unterstützer hinzu.

Die Bürgerinitiative setzt sich für den nachhaltigen Fortbestand des Klosters Benediktbeuern ein, sie befürwortet die Idee, das Fraunhofer Tagungshaus in Benediktbeuern zu errichten, sie lehnt jedoch die Bebauung des denkmalgeschützten südlichen Klostergartens strikt ab!

 

Zur Erklärung:

 

In über 1200 Jahren entwickelte sich die ehemalige Benediktinerabtei zu einer der größten und weitläufigsten Klosteranlagen im ganzen süddeutsch-österreichischem Kulturraum. Die Klosteranlage ist nicht nur von den imposanten Baulichkeiten, sondern auch von den höfisch inszenierten barocken Gartenanlagen in einzigartiger Weise geprägt.

 

 

 

Ein einzigartiges Klosterensemble vor der großartigen Kulisse der Alpenkette.

 

 

 

Bis heute hat sich in Benediktbeuern im südlichen Teil der Klosteranlage der sogenannte Hofgarten erhalten, eingefasst von der historischen Klostermauer. Auch wenn der pflanzliche Bewuchs aus früheren Klosterzeiten vergangen ist, geben viele erhaltene Merkmale genaue Auskunft über die barocke Gestalt der Gartenanlage.

 

Der Hofgarten bestand einst aus mehreren unterschiedlichen Funktionsteilen: Im Westen war ein geometrisch gestalteter Gartenteil, einem Teppich gleich, der Südfront des Fürstentrakts vorgelagert. Nach Osten erstreckte sich ein Obstgarten mit geometrisch angeordneten Bäumen.

 

Benediktbeuerns Bürgermeister und Gemeinderat bestehen darauf, dass genau dort, im historischen Hofgarten, der einzig richtige Ort für die Errichtung eines großen Tagungshotels ist!

 

Seitens der Gemeindeverwaltung wird von einem „Areal in der Randlage eines Baumgartens“, gesprochen, außerdem sei das geplante Tagungshaus im Südgarten des Klosters eine „völlig untergeordnete und maßvolle Bebauung in diesem Bereich“. Ebenso wurden Aussagen getroffen, dass es sich ja nur um einen „ehemaliger Nutzungsgarten, nicht der Barockgarten“, handle, der bebaut werden solle, ein „Bereich, der jetzt schon mit einer Vielzahl von Hütten und Scheunen verschandelt ist“. Mit diesen wenig fachlich anmutenden Argumenten wird seitens der Gemeinde Benediktbeuern der Bau des Tagungshauses der Fraunhofer-Gesellschaft in dem mindestens seit dem 17. Jahrhundert bestehenden Klostergarten forciert; vor der bis heute völlig ungestörten südlichen Silhouette des Klosters.

 

 

 

 

Fakten zum geplanten Fraunhofer Tagungshotel - „Netzwertzentrum“- in Zahlen:

 

- „Sondergebiet“ im denkmalgeschützten Südgarten: 4300 qm

 

- Grundfläche Neubau: 2300 - 2800 qm (zum Vergleich: Grundfläche der Basilika des Klosters: 1664 qm)

 

- Erdgeschoss, 1. Obergeschoss, 2. Obergeschoss, Gesamthöhe bis zu 12,40 m

 

- Länge des Hauptgebäudes ca. 60m

 

- 36 Betten, Tagungs- und Wirtschaftsräume, Betriebsleiterwohnung, Schank- und Speisewirtschaft

 

 

 

Den ersten Preis des Architektenwettbewerbes im Jahr 2014 gewann das Architekturbüro Auer-Weber (Standorte in Stuttgart und München)

 

Einen Eindruck des geplanten Tagungshotels im denkmalgeschützen Südgarten des Klosters Benediktbeuern bekommen Sie auf der Homepage von Auer-Weber unter folgendem Link:

 

http://www.auer-weber.de/de/aktuelles/news/single/1-preis-fuer-fraunhofer-tagungsstaette-in-benediktbeuern.html

 

(Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus urheberschutzrechtlichen Gründen kein Bild des Modells auf unserer Seite zeigen können.)

 

Zur Beruhigung der Öffentlichkeit beschreibt man den Neubau am Standort Südgarten verharmlosend als unschädlich für die Klosteranlage. Der Neubau sei unauffällig, ordne sich den historischen Gebäuden unter und verstecke sich hinter Klostermauer und Obstbäumen. Für das Hauptgebäude des Tagungshotels ist eine Blechbedachung vorgesehen; dadurch wirke es unauffälliger als die mit Ziegeln eingedeckten historischen Klostergebäude. Eine vielleicht gut gemeinte, aber vergebliche Kosmetik: Ein falscher Standort und die erhebliche Beschädigung des Denkmalwertes kann niemals durch Gestaltung des Baukörpers kompensiert werden.

 

Zitat der Architekten Auer und Weber: “Die bauliche Umsetzung sucht Einbindung in den Landschaftsraum in Form eines Gartenhauses.“ 

 

Ist den Architekten hier jegliches Gefühl für Größenordnungen abhanden gekommen?

 

Durch Schönrederei wird die Öffentlichkeit über das Ausmaß der geplanten Bebauung getäuscht und über die wahren Dimensionen des Baukörpers im Unklaren gelassen.

 

Bis 28.09.2017 kann man bei der Gemeinde Benediktbeuern den Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplans einsehen. Einsicht nehmen können Sie ebenfalls im Internet unter:

 

http://www.benediktbeuern.de/buergerservice/rathaus/informationen/bekanntmachungen/bauleitplanung/

 

 

 

Eine mögliche Erweiterung des Hotelbaus ist schon jetzt im Bebauungsplan vorgesehen, siehe Seite 3: "Es soll ein Gebäudekomplex mit sowohl Übernachtungsmöglichkeiten also auch Büroräumen entstehen, der ggf. nach Westen hin erweitert werden kann."

 

Weiteres Zitat aus dem Bebauungsplan, Seite 18: "Die aktuell noch von großzügigeren Grünflächen mit Streuobstbestand dominierte Baufläche wird einem großzügigen Gebäudekomplex weichen. Die Baukörper des Sondergebiets werden das Bild in Zukunft von Osten und Südosten dominieren."

 

 

 

 

 

Öffentl. Zuschüsse, die die Fraunhofer Gesellschaft für ihr Tagungshaus erhält (bereits genehmigt!):

 

 

 

im Jahr 2012 noch 8 Mio. Euro (50% Bund und 50% Freistaat Bayern)

 

im Jahr 2017 bereits 10,5 Mio. Euro oder mehr (50% Bund und 50% Freistaat Bayern)

 

 

 

Der Steuerzahler wird zur Kasse gebeten, um ein Bauprojekt zu fördern, dass ein Denkmalensemble irreparabel beschädigt!